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Infografik: die Zusammensetzung des Strompreises

Ein nicht unerheblicher Teil des Haushaltsbudgets wird jeden Monat für Strom ausgegeben. Dabei fließt nicht mal die Hälfte des Geldes tatsächlich an die Energieproduzenten. Vor allem Steuern und Subventionen für erneuerbare Energien machen den Strom teuer.

Kosten für die Stromerzeugung

Die Erzeugung elektrischen Stroms ist ein hochkomplexer und technologisch aufwendiger Prozess. Die eigentliche Produktion wird daher komplett von großen Stromanbietern übernommen. Dazu nutzen die Unternehmen verschiedenste Energieträger. Zu den fossilen, also nicht erneuerbaren Quellen zählen dabei insbesondere:

  • Braunkohle

  • Erdgas

  • Erdöl

  • Kernenergie

Noch immer hat die gleichermaßen günstige und umweltschädliche Braunkohle den größten Anteil am Energiemix. Zusammen kommen die fossilen Energieträger auf einen Anteil von rund 70 Prozent. Der Anteil erneuerbarer Energie ist in den vergangenen Jahren allerdings auch dank teurer Subventionen stark gestiegen. Die vier derzeit genutzten regenerativen Energieträger sind:

  • Wasserkraft

  • Solarenergie

  • Windkraft

  • Biomasse

Für die Förderung und Verwertung der Energieträger entstehen den Energieproduzenten Kosten. Ebenso wird eine Verwaltung benötigt, welche die Verteilung des Stroms überwacht und beispielsweise für betriebswirtschaftliche Aufgaben wie das Marketing zuständig ist. Der gewonnene Strom muss anschließend zum Endkunden transportiert werden. Für die Betreibung der Netze, deren Instandhaltung und die Messung der gelieferten Energie müssen die Stromanbietern ebenfalls Kapital aufwenden. Zusammen ergeben die genannten Aspekte den eigentlichen Kern des Strompreises.

Abgaben und Umlagen

Spätestens seit dem vollständigen Beschluss der Energiewende im Jahr 2008 ist der Strompreis deutlich angestiegen. Schuld ist vor allem die EEG-Umlage, die bereits im Jahr 2000 eingeführt wurde. Über 20 Prozent des Strompreises zahlen Konsumenten dafür, dass der Unterschied zwischen dem Strompreis aus konventionellen und erneuerbaren Energieträgern ausgeglichen wird. Denn noch immer ist es deutlich kostengünstiger, fossile Brennträger für die Energieerzeugung zu nutzen als vollständig auf Sonne, Wasser und Co. zu setzen. Weil der Staat das allerdings ändern möchte, subventioniert die Bundesregierung regenerative Energien massiv.

Zusätzlich zur EEG-Umlage zahlen Stromkunden vier weitere, deutlich kleinere Abgaben.

  • Die sogenannte Konzessionsabgabe fließt in die Kommunen und dient als Entgelt für die Einräumung von Wegrechten, die im Zuge des Ausbaus des Stromnetzes vergeben werden.

  • Der KWK-Aufschlag existiert seit 2002 und dient der Förderung der Stromerzeugung aus Produktionsstätten mit Kraft-Wärme-Kopplung.

  • Die sogenannte Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) ist erst vor rund vier Jahren als Ausgleich für die Netzentgeltbefreiungen stromintensiver Unternehmen eingeführt worden.

  • Zu guter Letzt sorgt die Offshore-Haftungsumlage dafür, dass der Schadensersatz für zu spät ans Netz gegangene Offshore-Windparks gezahlt werden kann.

Stromsteuer und Mehrwertsteuer

Bis hierher sind erst rund 75 Prozent des Strompreises bezahlt. Zu den Umlagen, die vom Staat erhoben werden, kommen noch Steuern hinzu. Diese fließen ebenfalls in die Staatskasse, wobei die Stromsteuer dazu dient, klimapolitische Ziele zu fördern. Weil die EEG-Umlage gleichzeitig ein ähnliches Ziel verfolgt, steht die Stromsteuer oft in der Kritik.

Da Strom zwar ein äußerst wichtiges, aber dennoch herkömmliches Gut ist, wird zusätzlich die Mehrwertsteuer von 19 Prozent fällig. Diese berechnet sich auf der Grundlage der kompletten Kosten. Sprich: die Stromanbieter addieren ihre Produktionskosten und staatliche Abgaben miteinander. Anschließend erstellen sie einen Nettopreis für den Strom, auf den dann die Mehrwertsteuer angerechnet wird. Erst dieser Bruttopreis wird den Endverbrauchern schließlich von ihrem Versorger in Rechnung gestellt.

Zusammenfassend besteht der Strompreis also aus folgenden Komponenten:

  • Rund 50 Prozent der Kosten fallen für die eigentliche Stromerzeugung beim Erzeuger und den Versorgern an.

  • Hinzukommen zahlreiche Abgaben unter anderem für die Verwendung erneuerbarer Energien. Die Abgaben machen kumuliert etwas mehr als 25 Prozent des Strompreises aus.

  • Zusätzlich wird eine Stromsteuer erhoben, die auch als Ökosteuer bekannt ist. Auf den bis dato feststehenden Strompreis wird die standardmäßige Mehrwertsteuer von 19 Prozent aufgeschlagen. Insgesamt kommt der Anteil der Steuern am Preis damit auf etwas unter 25 Prozent.






Autor: Antoine Werner Beinhoff